GEO-Tag der Artenvielfalt 2015 in der Elbtalaue

Die Hauptveranstaltung des 17. GEO-Tag der Artenvielfalt, fand in diesem Jahr im Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) statt.

Mit einem umfangreichen Besucherangebot von Exkursionen bis hin zu Ausstellungen gingen internationale Biologinnen und Biologen der Frage nach „Wie viel Raum braucht die Natur: Wo stößt die Artenvielfalt an ihre Grenzen?"

Gefunden wurden neben Wasserfledermaus, Elbe-Liebesgras, Krebsschere rund 1.400 weitere Pflanzen- und Tierarten. Die von den anwesenden Experten in den Elbauen rund um das Naturschutzgebiet ‚Hohe Garbe‘ in Sachsen-Anhalt nachgewiesen wurden. Besonders freuten sie sich über die Entdeckung des sehr seltenen Schwarzkäfers Tenebrio opacus; ein Urwaldrelikt, das im Totholz von Eichen lebt und auf der Roten Liste der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Arten steht. Fünf Schlauchpilzarten waren zuvor noch nie in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden, darunter vier Weichbecherlinge und eine in Deutschland bislang unbekannte Spezies, die auf den abgestorbenen Stengeln der Roten-Liste-Pflanze Sumpf-Wolfsmilch gewachsen ist.