•  20180120_KB_Ghoneimi_5817.jpg

    Ahmed Ghoneimy, 2018, Ausstellungsansicht, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

  •  20180120_KB_Ghoneimi_5815.jpg

    Ahmed Ghoneimy, 2018, Ausstellungsansicht, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

  •  20180120_KB_Ghoneimi_5832.jpg

    Ahmed Ghoneimy, 2018, Ausstellungsansicht, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

  •  Ahmed_Elghoneimy_Bahari.jpg

    Ahmed Ghoneimy, Bahari, 2011, Kurzfilm

  •  Ahmed_Elghoneimy_The_Cave.jpg

    Ahmed Ghoneimy, The Cave, 2013, Kurzfilm

prev Pause next

Ahmed Ghoneimy 2017/18

mehr erfahren
Über Ahmed
Ausstellung

Die Arbeit des Filmemachers Ahmed Ghoneimy befasst sich mit den vielfältigen Formen menschlicher Interaktion und den daraus resultierenden Wechselbeziehungen und Spannungsverhältnissen vor dem Hintergrund der festgefügten, traditionell patriarchalisch geprägten Kultur Ägyptens. Ghoneimy beleuchtet in seinen Filmen deren spezifische Machtgefüge und die alltäglichen, bestimmten Ritualen folgenden Begegnungen von Menschen – Vätern und Söhnen, Freunden und Feinden, den so genannten Gewinnern und Verlierern der Gesellschaft. Oft nutzt er Szenen aus seiner persönlichen Erinnerung und stellt diese mithilfe von Laiendarstellern, bisweilen auch Aggressoren (Bahari, 2011) oder Freunden (The Cave, 2013) nach. Seine Filme folgen keinem dramatisch kulminierenden Erzählstrang, sondern bewegen sich assoziativ zwischen dem Dokumentarischen und dem Fiktionalen.

Ghoneimys Präsentation im Künstlerhaus Bethanien umfasst Videoloops, die jeweils als Projektion gezeigt werden. Die Videos beleuchten in ruhigen, eindringlichen Bildern in dokumentarischem Duktus das vertrauensvolle Verhältnis eines Jungen zu seinem Vater, der ihn auf einem gemeinsamen Ausflug spielerisch in die Rituale und Verhaltensweisen des männlich dominierten Alltags im öffentlichen Bereich einführt: das Bad in der Brandung, der Gang über den Fischmarkt, das Feilschen und Scherzen mit den Händlern, usw. Temporeiche Sequenzen, die Ghoneimy einem so genannten open-world-Computerspiel entnommen hat, setzen einen deutlichen Kontrast zu jenen des Kindes, das diverse Orte erforscht und brechen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit immer wieder auf: Gewalt, Hass und Verletzung sind, ebenso wie Geborgenheit und Glück, ein stets präsenter Teil des Spektrums zwischenmenschlicher Erfahrungen. Die Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien wird von Ahmed Ghoneimy als Projekt konzipiert, das im Rahmen anderer Formen der Präsentation fortgeführt wird

Ausbildung/Künstlerresidenzen:

2015/2016  Ashkal Alwan Home Workspace Programme, Ashkal Alwan, Beirut
2009 Jesuit Filmmaking Workshop, Jesuit High School, Alexandria
2009 Bachelor of Interior Design, Expressive Arts Major, Faculty of Fine Arts, University of Alexandria

Ausgewählte Ausstellungen/Festivals/Screenings:

2014  Santa Barbara International Film Festival
2013/2011  International Film Festival Rotterdam
2013 Home Works 6, Beirut
2012 Montreal World Film Festival
2012 Photo Cairo 5 
2012 International Film Festival (Fid) Marseille
2012 Hamburg International Short Film Festival

Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien:

19. Januar bis 11. Februar 2018
Eröffnung 18. Januar 2018, 19 Uhr

Schauraum Kottbusser Straße 10
10999 Berlin