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    Elia Nurvista, "Hunger Inc.", 2015

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    Elia Nurvista, "Hunger Inc.", 2015

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    Elia Nurvista, "Sucker Zucker", 2016

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Elia Nurvista 2018/19

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Über Elia
Ausstellung
Katalog

Die künstlerische Praxis von Elia Nurvista (geboren 1983 in Yogyakarta, Indonesien, wo sie lebt und arbeitet) bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und recherchebasierten Community-Projekten. Viele ihrer Arbeiten befassen sich mit dem Thema Essen als Gegenstand von politischen, kulturellen, sozialen und genderspezifischen Fragestellungen. In Events, Performances und Installationen wird nicht nur die physische Erscheinung von Essen bzw. dessen Repräsentation thematisiert, sondern auch der Akt des Kochens als soziale Interaktion in den Mittelpunkt gerückt. Für „Hunger Inc.“ (2015) errichtete Nurvista ein Zelt, welches an die provisorischen Versorgungseinrichtungen von NGOs erinnert. Darin befanden sich Reissäcke, eine Kücheneinrichtung und ein Fernseher, der Berichte zu Aufständen bei der Verteilung von Reis zeigte. Die Rauminstallation wurde von Veranstaltungen begleitet, an denen Menschen teilnahmen, die selbst von der Thematik betroffen waren. Mit diesem partizipativen Projekt befragte die Künstlerin das Verhältnis von Armut und Grundnahrungsmitteln bzw. Hilfsgütern. Den problematischen Umgang mit Lebensmitteln thematisiert Nurvista auch in der Arbeit „Sucker Zucker“ (2016). Zu bunten Objekten verarbeitet, werden darin Zucker-Skulpturen wie kostbare Diamanten präsentiert, die auf die Anziehungskraft des Produktes und dessen gewaltsame und ausbeuterische Aneignung seit der Kolonialzeit verweisen. So sensibilisiert die Künstlerin immer wieder für die vielschichtigen Bezüge zwischen Nahrungsmitteln und deren historischen und sozialen Kontexten.

Elia Nurvista studierte Design am Indonesia Institute of Fine-Art in Yogyakarta. Sie ist Initiatorin von BAKUDAPAN, einer Arbeitsgruppe, die sich mit kritischen Aspekten von Essen auseinandersetzt. Nurvista war in zahlreichen internationalen und nationalen Ausstellungen vertreten. Sie nahm an Residenzprogrammen wie zum Beispiel „Choreographer’s LAB“ des Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main, 2015, und „Politics of Food“ der Delfina Foundation in London, 2014, teil.

Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien:

17. Januar bis 10. Februar 2019
Eröffnung 17. Januar 2019, 19 Uhr