Frauen starten beruflich durch

Offenbach (ots) - 

KIZ und KfW Stiftung mit Social Business Women seit einem Jahr in Offenbach erfolgreich 

Offenbach, 14. Oktober 2015 – Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute die KIZ SINNOVA gGmbH und die KfW Stiftung auf dem Gründercampus ostpol die Erfolge ihrer Initiative „Social Business Women“ (SBW) am Standort Offenbach, der vor einem Jahr gegründet wurde.

Teilnehmende der Pressekonferenz waren Petra Bünz, Geschäftsführerin der KIZ SINNOVA gGmbH, Gabriele Möhlke, Vorstandsvorsitzende des Social Business Women e.V. und Dr. Bernd Siegfried, Geschäftsführer der KfW Stiftung, der Hauptförderin des SBW-Standorts Offenbach sowie Sigrid Knorr, Gründerin von „Y Potential“ und Heidi Bürger, Absolventin mit neuem Job.

240 Frauen nutzten bereits im ersten Jahr das Offenbacher Mentoringprogramm von Frauen für Frauen in schwierigen Lebensumständen, das zum Ziel hat, Frauenarmut zu verringern. Fast 120 von ihnen haben den beruflichen (Wieder-)Einstieg geschafft: 36 Frauen sind in ihren Beruf zurückgekehrt. 81 Existenzgründungen wurden begleitet. Einzigartig an der Initiative ist die Möglichkeit für Gründerinnen, einen KfW Mikrokredit in Höhe von 10.000 Euro zu erhalten. Zwei Frauen machten von diesem Angebot Gebrauch.

80% der Frauen starten im Dienstleistungssektor, beispielsweise im Bereich Grafikdesign und Fotografie, in der Mode-, Gesundheits- und Ernährungsberatung, aber auch als Friseurinnen oder in der Gastronomie. Die Gründe, den Anschluss an die Berufswelt zu verlieren, sind vielfältig: Eine Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit ist oft kaum möglich, obwohl knapp die Hälfte über ein abgeschlossenes Studium verfügt. Dazu kommen Krisensituationen wie Burn-Out und andere Erkrankungen, Mobbing oder Trennung. 38% der Frauen haben einen Migrationshintergrund und scheitern oft schon an der Sprachbarriere.

Petra Bünz, Geschäftsführerin KIZ SINNOVA gGmbH, hob hervor: „Die hohe Nachfrage zeigt, dass das SBW Angebot in Offenbach die Bedürfnisse von vielen Frauen im Kern trifft. Breit diversifizierte Angebote zur beruflichen Neu-Orientierung werden von den Frauen sehr geschätzt. So bietet KIZ alles aus einer Hand an – Beratung und Coaching im persönlichen Bereich, Unterstützung in der Bewerbungsphase, Gründungsberatung sowie vielfältige Seminare und Workshops bis hin zur Vergabe von Mikrokrediten.“

Gabriele Möhlke, Vorstandsvorsitzende SBW e.V., unterstrich: „Mit SBW ergreifen Frauen ihre Chance auf eine sinnstiftende, erfolgreiche Lebenswirklichkeit. Das SBW-Programm stärkt Frauen durch Beratung, Training, persönliche Begleitung und finanzielle Starthilfen und verschafft ihnen Zugang zum Gründungs- und Arbeitsmarkt. Frauen zu fördern, bedeutet immer auch das Wohl der Kinder zu verbessern, Familien zu stärken und einen gesunden Abdruck in der Gesellschaft zu hinterlassen“.

Dr. Bernd Siegfried, Geschäftsführer der KfW Stiftung, der Hauptförderin des SBW Standorts Offenbach betonte: „Die KfW Stiftung fördert Strukturen für ein innovatives Unternehmertum, das soziale und gesellschaftliche Probleme mit ökonomischen Mitteln zu lösen versucht. SBW zeigt beeindruckende Erfolge bei der Förderung der Selbständigkeit von Frauen – und zwar nicht nur ökonomisch, sondern auch in der Persönlichkeitsentwicklung. Dies verdeutlicht, dass Beratung und Netzwerk von Frauen für Frauen durchaus eine besondere Kraft besitzt, die zusätzliche Potenziale für ein selbstbestimmtes Leben wecken kann.“

Sigrid Knorr, Mikrokreditnehmerin und Gründerin von „Y Potential“ berichtete: „ Ich habe mich auf die Unterstützung von Nachwuchskräften in den ersten Berufsjahren spezialisiert. Die Umsetzung des Unternehmenskonzepts von Y-Potential wurde von SBW professionell begleitet und individuell unterstützt. Durch Coachings und Workshops bekam ich die richtigen Impulse, um mit meinem Unternehmen optimal vorbereitet an den Start zu gehen. Und der Mikrokredit sorgt in der Startphase dafür, dass auch finanziell alles im grünen Bereich ist.“

Über SBW
SBW e.V. ist eine gemeinsame Initiative von Accenture-Stiftung, KfW Stiftung, Sparkassen Finanzgruppe und Stiftung Flughafen Frankfurt am Main, die 2012 ins Leben gerufen wurde. Das Programm geht auf die Idee des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus zurück, Frauenarmut durch Social Business zu vermindern. SBW wirkt in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Expertinnen vor Ort an den fünf Standorten: Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Mainz, Rostock und Wiesbaden.

Das Angebot von SBW richtet sich an Frauen, die von Arbeitslosigkeit, unterbezahlten Jobs, Alleinerziehung und mangelnder Integration betroffen sind. Das Programm spricht auch Frauen an, die aufgrund ihres Alters Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben oder nach Krankheit oder Lebensumbrüchen neu durchstarten müssen. Es bietet vielfältige Unterstützung: Potentialberatung, Berufsorientierungskurse und Bewerbungstrainings, Mentoring sowie Seminare und Beratung in allen Phasen der Existenzgründung einschl. der Vergabe von Mikrokrediten.

Ein eigens für die Kreditnehmerinnen entwickeltes Erfolgspaket unterstützt in den ersten drei Gründungsjahren den unternehmerischen Erfolg und das eigene Wachsen.
Mehr zur Initiative unter www.social-business-women.com

Über KIZ
KIZ steht für Kompetenz in allen Bereichen der Selbstständigkeit sowie der persönlichen und beruflichen Entwicklung. Für nachhaltigen Erfolg sorgt ein multiprofessionelles Team aus Betriebswirten, Psychologen und Pädagogen – unkompliziert, menschlich und in persönlicher Atmosphäre. Das Projekt steht allen Frauen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die beruflich (wieder) einsteigen, umsteigen oder sich selbstständig machen möchten, zur Verfügung.
Weitere Informationen unter www.kiz.de.

Über die KfW Stiftung
Die KfW Stiftung setzt sich mit der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Dazu zählen der Schutz von Umwelt und Klima, der demografische Wandel sowie die Globalisierung. Unter dem Leitmotiv „Verantwortung übernehmen – Vielfalt gestalten“ entwickelt sie eigene Projekte zu diesen Kernthemen. Dabei fördert sie Initiativen, die bestehende Muster hinterfragen, entwickelt Konzepte für alternatives Handeln und bietet Plattformen für grenzüberschreitenden Austausch. Der Stiftungszweck umfasst die Themenfelder Verantwortliches Unternehmertum, Soziales Engagement, Umwelt und Klima sowie Kunst und Kultur.
Für nähere Informationen siehe www.kfw-stiftung.de.