Artists in Residence: Andrés Pereira Paz

Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Ausstellung von Andrés Pereira Paz im Künstlerhaus Bethanien

Ausstellung vom 24. Mai bis 10. Februar 2019 (Eintritt frei)

 

Die Arbeit von Andrés Pereira Paz schreibt sich in den Kontext des kontinuierlichen Wandels des Identitätsgefühls vor dem Hintergrund der fortwährenden Fluktuation von Individuen und Erzählungen ein. Dabei untersucht sie die Rolle, die vorspanische und postkoloniale Handwerkskunst bei der Konstruktion kultureller Identität spielt. Anhand von Bildern aus dem Kulturkreis der Anden fragt sie, inwiefern Individuum und Kollektivität innerhalb dieses Prozesses einander gleichermaßen unterstützen und schwächen können.

 

In seiner künstlerischen Praxis geht Andrés Pereira Paz (1986 in La Paz, Bolivien geboren) der Frage nach, wie regionale Identitäten aus globaler Perspektive konstruiert und verändert werden. Er beschäftigt sich insbesondere mit dem Einfluss westlicher Machtstrukturen auf die Herausbildung einer kollektiven Identität der Bewohner des Kulturraums der Anden seit dem 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In vielen seiner künstlerischen Arbeiten verwendet er traditionelle Textilien, in deren Strukturen die vielfältigen Kulturen dieser Region geradezu hineingewebt zu sein scheinen. Er bearbeitet die Stoffe, indem er sie mit Gebrauchsgegenständen versieht und sie so verfremdet und dekontextualisiert. Diese Gegenüberstellung von diversen Materialien sowie die Aneignung verschiedener kulturell konnotierter Formen und Muster wendet der Künstler auch in seinen analogen und digitalen Collagen an.

Andrés Pereira Paz lebt und arbeitet in Lima und La Paz. Er hat Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Hernando Siles Arts Academy in La Paz und der Tres de Febrero University in Buenos Aires studiert. Er war mit seinen künstlerischen Arbeiten bereits in zahlreichen regionalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten und beteiligte sich an Stipendien- und Residenzprogrammen in Bolivien, England, Chile, Argentinien und Peru.

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