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    Der Drüsige Ehrenpreis in seiner Blüte.

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    Im Februar 2016 keimen die zehn zuvor gesammelten Samen.

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    Sieben Samen sind im März 2016 übrig und werden weiter sorgsam gepflegt.

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    Bis in den April 2016 entwickeln sich die Samen zu Jungpflanzen. Nach ihrer Blüte und Samenreife werden sie wiederum ausgesät und ihre F2-Generation schließlich im April 2017 ausgewildert.

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Rettung des Drüsigen Ehrenpreis

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Gemeinsam mit dem Botanischen Garten Frankfurt setzt sich die KfW Stiftung für den Erhalt gefährdeter einheimischer Wildpflanzen in Hessen ein.

Ein kleiner, aber wichtiger Schritt für die Biodiversität: der Drüsige Ehrenpreis (Veronica acinifolia) konnte nachhaltig wiederangesiedelt werden.

Das letzte Vorkommen der einheimischen Wildpflanze befand sich bei Pohlheim-Hausen, südöstlich von Gießen. Ein vom Botanischen Garten beauftragter Experte fand im Frühling 2015 eine einzige Pflanze und konnte noch zehn Samen sammeln. Der Standort hatte sich ungünstig verändert, Hilfsmaßnahmen kamen zu spät und waren vergeblich.
Inzwischen ist die Population erloschen und die Art damit verschollen.

Die wenigen gesammelten Samen wurden im Botanischen Garten vermehrt, bis im Frühling dieses Jahres einige Dutzend Pflanzen für eine Auspflanzung bereit waren. Ihre Wiederansiedlung an einer neuen Stelle in einem nahegelegenen Schutzgebiet gelang.

Die Rettung der Art ist mit einem hohen Aufwand verbunden: Die Suche nach einer neuen geeigneten Heimat für die Sprösslinge, die fast tägliche Kontrolle der Pflanzen, die Abstimmung mit Landschaftspflegeverbänden, die detailgetreue Dokumentation.

Die KfW Stiftung unterstützt das Projekt des Botanischen Gartens zur Rettung von 14 weiteren bedrohten Samenpflanzen – . Das Beispiel des Drüsigen Ehrenpreis verdeutlicht, dass sogar Pflanzen vor dem Aussterben bewahrt werden können, wenn ansonsten „alle Stricke reißen“ und bewährte Hilfsmittel in der Erhaltung versagen.