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    April 2016: Die NABU-Gruppe startet in Gräfenhausen/Weiterstadt mit der Einsaat mit einer ökologisch hochwertigen mehrjährigen Blühmischung.

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    Juli 2016: Der Streifen steht bereits in Blüte.

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    August 2016: Es leben Schmetterlinge und Wildbienen sowie viele andere Insekten.

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    November 2016: Im Herbst muss nicht gemäht werden. So bleiben Schutz und Futter für körnerfressende Vögel über den Winter hinweg verfügbar – eine Freude für Rebhuhn, Ammern, Stieglitze und Co.

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    Sommer 2017: Der Anblick ändert sich stetig. Die Freude an der Artenvielfalt bleibt.

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    Juni 2018: Die Hessische Umweltministerin Prika Hinz verleiht der NABU-Gruppe Weiterstadt-Griesheim-Erzhausen e.V. die Auszeichnung der UN-Dekade für Biologische Vielfalt

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UN-Dekade Biologische Vielfalt

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„Blühflächen und Blühstreifen in der Landwirtschaft zur Förderung der Biodiversität in Räumen intensiv genutzter Landwirtschaftlicher Flächen

Die Vegetation des Ackers und seiner Randgebiete ist gefährdet. Intensive Landwirtschaft, der Anbau von Energiepflanzen oder Sonderkulturen mit Folienüberbauten, der Einsatz von Herbiziden und Pestiziden – viele Gründe führen zum Verschwinden einer Ackerbegleitvegetation, von der der Fortbestand einer Vielzahl von Lebewesen abhängig ist.

Häufig sehen sich Landwirte, kritische Öffentlichkeit und Naturschutzverbände in dieser Auseinandersetzung als erbitterte Kontrahenten. Dabei ist selbst die konventionelle Landwirtschaft auf die Artenvielfalt der Umgebung angewiesen und ist offen dafür, nicht als Antagonisten der Biodiversität in die Geschichtsbücher einzugehen.

Für einen konstruktiven Dialog und Zusammenarbeit setzt sich seit Frühjahr 2016 die NABU-Gruppe Weiterstadt-Griesheim-Erzhausen e.V. ein. Gemeinsam mit den Bauern der Umgebung wurden geeignete Randbereiche intensiv genutzter Flächen ausgewählt und mit mehrjährigen, ökologisch wertvollen, teilweise heimischen Pflanzen bestellt. Das Ziel war es, „schlummernde Flächen“ durch geeignete Maßnahmen langfristig ökologisch aufzuwerten.

Das Engagement der NABU-Gruppe hatte die KfW Stiftung im Rahmen von „Viele Gestalten Vielfalt“ 2017 unterstützt. Denn die Signalwirkung von Biodiversitätsschutz im kleinen Maßstab ist zu unbedingt hervorzuheben.

Im Juni 2018 erhielt die Initiative die Auszeichnung der UN-Dekade für Biologische Vielfalt. Die Hessische Umweltministerin Priska Hinz ehrte die beiden Projekte „Blüh- und Ackerrandstreifen in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen“ und „Grünflächen innerörtlich naturnah gestalten“. Im Besonderen lobte sie die vorbildliche Kooperation von Naturschutzverband und Landwirten.

Das Ziel der UN-Dekade ist es, dass im Jahr 2020 mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist und wie jeder einzelne zum Schutz der Vielfalt beitragen kann. Dafür bedarf es Leuchttürme der Artenvielfalt –auch das Leuchtsignal von Verkehrsinseln oder Ackerrandstreifen aus gesendet wird.

Pia Puljanic
Programmleiterin Umwelt & Klima