KfW Stiftung

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Ausstellung: Gladys Kalichini & Talya Lubinsky
Artist Talk

31. August - 26. September

Die Ausstellung thematisiert Formen kollektiver Erinnerung im Zusammenhang mit der kolonialen Vergangenheit des südlichen Afrikas. Beide Künstlerinnen führen ihre Arbeiten auf investigative Archivrecherchen zu historischen Zusammenhängen zurück und übersetzen diese in raumgreifende skulpturale Installationen.

Ausgangspunkt des Projektes ... these gestures of memory von Gladys Kalichini (*1989, Sambia) ist die kritische Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Auslöschung und Unsichtbarkeit bestimmter weiblicher Freiheitskämpferinnen in den Narrativen zur kolonialen Unabhängigkeit in Sambia und Simbabwe in den 1960er-1980er Jahren. In diesem Zusammenhang thematisiert Kalichini Konzepte von Trauer, Erinnerung und Vergessen. Ihre multimedialen Installationen rücken die komplexen Prozesse des Gedenkens und Erinnerns in den Vordergrund.

Marble Dust von Talya Lubinsky (*1988, Südafrika) knüpft an die Recherchen der Künstlerin zur Restitution menschlicher Gebeine von politischen Aktivist*innen im Apartheitsstaat Südafrika in den 1960er Jahren an. Bei ihrer Arbeit mit den zunehmend verschleißenden Archivdokumenten rückte das Spannungsverhältnis zwischen deren Verfall sowie der Vergänglichkeit menschlicher Körper einerseits und andererseits der Beständigkeit von Friedhöfen und Gedenkstätten ins Zentrum ihrer Arbeit.

Die Projekte sind im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms der KfW Stiftung in Kooperation mit dem Künstlerhaus Bethanien Berlin 2019-20 entstanden.

Ort: Villa 102, Bockenheimer Landstraße 102, Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:

Dienstag 12-20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 12-18 Uhr, Montag geschlossen

Der Eintritt ist frei. Der Zugang zur Ausstellung ist nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen möglich. 

 

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