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Ausstellung Gladys Kalichini

Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise. Ein Aufruf vom Arbeitskreis Förderstiftungen

Stiftungen sind für viele Organisationen im Sozial-, Kultur-, Umwelt- oder Bildungsbereich unverzichtbare Partner, um Projekte und Angebote zu finanzieren.

Jetzt sind unsere geförderten Organisationen von der Corona-Krise unmittelbar und existentiell betroffen. Als Stiftungen sehen wir uns in der Verantwortung, unseren Förderpartner*innen in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen.

Allen geförderten Organisationen und Projekten möchten wir unseren Dank und unsere Anerkennung für ihr Engagement in dieser schwierigen Situation aussprechen. Wir versichern Ihnen, dass Sie auf uns als Stiftungen zählen können:

Wir sehen es als unsere gemeinsame Verantwortung an, Sie in dieser Krise zu unterstützen, damit Sie sich während und nach der Epidemie weiterhin für Ihre Zielgruppen einsetzen können.

  • Wir sind offen für Ihre Probleme und Anliegen, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir wissen, dass Ihre gewohnten Arbeitsabläufe auf den Kopf gestellt sind. Zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen, wenn es Ihre Zeit erlaubt.

  • Wir sind uns bewusst, dass Sie vereinbarte Projekte und Angebote momentan nicht wie geplant durchführen können. Wir werden aber zugesagte Fördermittel nicht zurückfordern, sondern sind offen dafür, Projekte zu verschieben, Zusagen zu verlängern und Aktivitäten anzupassen.

  • Wir ermutigen Sie, alternative Formate für abgesagte Veranstaltungen oder Projekte zu finden. Bitte prüfen Sie, welche alternativen Wege und Formen es geben kann. Gerne stehen wir Ihnen dabei beratend zur Seite - so können wir die Krise gemeinsam als Chance nutzen.

  • Wir verstehen, wenn Sie in der gegenwärtigen Situation nicht in der Lage sind, Projektberichte in der gewohnten Qualität zu liefern, und werden Fristen und Inhalte von fälligen Berichten selbstverständlich anpassen.

  • Wenn Auszahlungen an bestimmte Ergebnisse, Ziele oder Meilensteine gekoppelt sind, die Sie aufgrund der Corona-Krise nicht erreichen können, werden wir vereinbarte Fördertranchen trotzdem auszahlen.

  • Wir werden im Einzelfall prüfen, ob wir bei projektgebundenen Förderungen die Zweckbindung ändern oder ganz aufheben können, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, flexibel auf die Krise zu reagieren.

  • Falls es unsere finanziellen Mittel erlauben, werden wir über bestehende Zusagen hinaus zusätzliche Förderungen zur Verfügung stellen und uns an Nothilfefonds für besonders betroffene Zielgruppen beteiligen.

  • Wir wollen aus dieser Erfahrung lernen. Daher werden wir gemeinsam mit Ihnen prüfen, wie wir als Stiftungen dafür sorgen können, dass zivilgesellschaftliche Organisationen Krisensituationen in Zukunft besser überstehen können.

Wir rufen andere Stiftungen, soziale Investoren und Geldgeber*innen auf, sich diesem Aufruf anzuschließen.

Die Liste der Stiftungen die bisher unterzeichnet haben finden Sie auf
www.stiftungen.org

Umfrage zur Stiftung-Website

Liebe Besucher*innen, 

in Kooperation mit einem Masterstudiengang führen wir eine Umfrage über unsere Website durch. 

Sind Sie mit der Website zufrieden? 

Was würde Sie sich für die Gestaltung der Website wünschen? 

Nehmen Sie gerne an der Umfrage teil: https://www.soscisurvey.de/kfw_stiftung/

Vielen Dank!

Ausstellungseröffnung in Berlin

In der aktuellen Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien stellt Gladys Kalichini, Stipendiatin des Artists-in-Residence-Programms, ihr Projekt „... these gestures of memory“ vor.

GLADYS KALICHINI

…these gestures of memory

Ausstellung

19. Juni – 12. Juli 2020
Di-So 14-19 Uhr

Künstlerhaus Bethanien
Kottbusser Straße 10
10999 Berlin

Narrative des Widerstandes

In der Ausstellung „... these gestures of memory“ konzentriert sich Gladys Kalichini auf die Dualität von Erinnerung und Geschichte und thematisiert Konzepte von Trauer, Erinnerung und Vergessen im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Geschichten einzelner Frauen innerhalb des größeren Zusammenhangs der Widerstandsnarrative gegen die Kolonialherrschaft in Sambia und Simbabwe (damals Nord- und Südrhodesien) in den 1960er und 1980er Jahren. Ausgangspunkt dieses Ausstellungsprojekts ist die kritische Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Auslöschung, Abwesenheit und Unsichtbarkeit bestimmter weiblicher Freiheitskämpferinnen im kollektiven Gedächtnis Sambias und Simbabwes. Die Ausstellung hinterfragt die Singularität der dominanten Befreiungsnarrative, differenziert und erweitert die Geschichten der Freiheitskämpfe, indem sie verschiedene Erinnerungen an Frauen zusammenfügt, und fragt nach einem vielschichtigen und komplexen Bild nationaler Unabhängigkeit.

Multimediale Gesten der Erinnerung

Die drei Multimedia-Installationen in der Ausstellung stützen sich weitgehend auf Forschungsmaterial und Archivfotografien von Frauen in den Unabhängigkeitskämpfen, die aus den Nationalarchiven von Sambia und der United National Independence Party (UNIP) in Lusaka sowie aus dem Nationalarchiv von Simbabwe und der (ZANU - PF) in Harare stammen. Unter den Frauen sind Julia Chikamoneka, Elizabeth Mulenje (Senior Chieftainess Nkomeshya Mukamambo II), Bessie Chibesakunda Kankasa, Alice Lenshina, Amai Misozi, Nehanda Charwe Nyakasikana und Joice „Teurai Ropa“ Mujuru. Die aufwendig gestalteten Installationen werden mit Video, Stoffen, Papier, Text und Farbe geschaffen, um Räume und Gesten der Erinnerung zu präsentieren. Die Installationen können einerseits als ein Ort zur Ehrung weiblicher Freiheitskämpferinnen und andererseits als Gegenmonumente betrachtet werden, die die Komplexität, Fluidität und manchmal auch Zerbrechlichkeit von Erinnerung darstellen.

Mehr Infos über die Künsterlin und die Ausstellung hier

© Peter Rosemann