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    Hamlet Lavastida

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    Die Installation "Cultura Profiláctica" im Künstlerhaus Bethanien (16.04.-16.05.2021)

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    Die Installation "Cultura Profiláctica" im Künstlerhaus Bethanien (16.04.-16.05.2021)

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    Die Installation "Cultura Profiláctica" im Künstlerhaus Bethanien (16.04.-16.05.2021)

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    Die Installation "Vida Profilactica"

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    Die Installation "Vida Profilactica"

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    Die Installation "Vida Profilactica"

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Hamlet Lavastida 2020/21

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Über Hamlet
Ausstellung
Katalog

Hamlet Lavastida (*1983 in Havanna/ Kuba, lebt und arbeitet in Havanna) arbeitet mit Plakaten, Drucken, Collagen, Fotos und Videos.
Er betrachtet seine Arbeit als kompiliertes Archiv unterschiedlicher ikonografischer und sprachlicher Identitäten aus der Epoche, in der in Kuba die Institutionalisierung des Sozialismus erfolgte, insbesondere die Dekaden der 1960er bis 1980er Jahre. Diese Form gegenständlicher Archäologie entstand für den Künstler aus der Notwendigkeit, ein objektives Kriterium für bestimmte verborgene Bereiche der Implementierung, Administration und Operation staatspolitischer Praktiken in Kuba zu schaffen. Schwerpunkt der künstlerischen Praxis Lavastidas ist die Wiederaneignung von Texten, Bildern und Symbolen, ebenso wie politische Reden und ideologische Terminologien, die er im Rahmen seiner Arbeiten kritisch beleuchtet. Relevant ist für Lavastida dabei deren Umdeutung unter Nutzung desselben oder eines ähnlichen Formats, in dem sie ursprünglich geschaffen wurden.

Video: Courtesy of the artist

Cultura Profiláctica ­– mit diesem Titel eröffnet Hamlet Lavastida im Künstlerhaus Bethanien seine Einzelausstellung und greift damit einen Begriff aus dem Gesundheitswesen auf, das in seinen Augen in der Zeit der Pandemie zahlreiche Strukturen einer prophylaktischen Kultur nicht nur in seinem Herkunftsland Kuba, sondern weltweit offenbart hat.

Ausstellung
Künstlerhaus Bethanien
Kottbusser Straße 10 
10999 Berlin
16.04. – 16.05.2021
Di - So: 14 - 19 Uhr  
Eintritt frei und nur mit Termin

Lavastida zeigt zwei sich gegenüberstehende immersive Wandinstallationen aus Papierschnitten. Auf der einen Seite wird eine Transkription des viral gegangenen Verhörs des Künstlers Javier Caso (von 2020) mit einem Brief des Poeten Heberto Padilla (aus dem Jahr 1971) an die revolutionäre Regierung verknüpft. Auf der anderen Wandseite präsentiert der Künstler ein zusammengetragenes Archiv verschiedener ikonografischer und sprachlicher Zeugnisse aus der Zeit der Institutionalisierung des Sozialismus in Kuba, vor allem aus den 1960er bis 1980er Jahren. In seiner persönlichen Konfrontation mit den kulturellen Archiven, die innerhalb der kubanischen Gesellschaft als solche nicht anerkannt werden, schafft Lavastida eine Art Register und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der kubanischen Geschichte. Er kritisiert dabei den Mangel an Aufklärung und Erinnerungsarbeit im Gesellschaftssystem des heutigen Kuba.

Hamlet Lavastida, Cultura Profiláctica (Detail), 2021, Papierschnitt auf Wand. Courtesy the artist.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in englischer Sprache im Kettler Verlag mit einem Text von Coco Fusco und Iván de la Nuez.