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    »Love Is Reality« Fanzine | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    »Poesy, Poetry and Praxis or Love Is Reality« by Ricardo Portilho and Daniella Domingues | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    »Poesy, Poetry and Praxis or Love Is Reality« by Ricardo Portilho and Daniella Domingues | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    »The Daughters Project: Oral Histories of South Asian Women Raised by Single Mothers«. Reading with Aditi Rao | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    «Ana Wild and the techno fertility choir singing songs of the future« | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    Digital Solitude presentation | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    Voguing Performance and Judges' Solos »Pose for Me« by Shaka McGlotten, Georgina Philp aka Mother Leo Melody, and the House of Melody | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    Voguing Performance and Judges' Solos »Pose for Me« by Shaka McGlotten, Georgina Philp aka Mother Leo Melody, and the House of Melody | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    Voguing Performance and Judges' Solos »Pose for Me« by Shaka McGlotten, Georgina Philp aka Mother Leo Melody, and the House of Melody | Akademie Schloss Solitude, 2018

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    »Temple Solitude« by Ariel Schlesinger, Stephanie Choi and Masao Sato | Akademie Schloss Solitude, 2018

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Mutationen

Interdisziplinäres Residenzprogramm

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Mutationen sind Prozesse mit unvorhersehbaren Folgen: Transformation, Kontrollverlust und Irreversibilität, aber auch Vielfalt, Metamorphose und Hybridität. Es ist diese Unbestimmtheit und der assoziative Reichtum, der Mutationen unheimlich und attraktiv zugleich macht.

In der Biologie und Genetik beziehen sich Mutationen auf eine Veränderung der DNS, den elementaren Code des Lebens. Mutationen treten als Variation und Veränderung auf, als unvorhergesehene Transformation von Material oder Umgebung. Mutationen entstehen an der Schnittstelle genetischer Codes und manifestieren sich in einer Veränderung aller Aspekte des Lebens, in der physischen Beschaffenheit von Lebewesen. Sie beeinflussen unsere ökologische, soziale und politische Umwelt und wirken sich auf die Gestaltung kultureller Räume aus. Mutationen bergen ein enormes Potenzial für radikales Denken und Wandel. Sie widersprechen der bestehenden Ordnung, fordern Hierarchien heraus und läuten vielleicht den Aufbruch in ein neues Zeitalter ein.

Die ökologische Krise und soziale Ungleichheiten stellen alle Gesellschaften von heute vor große strukturelle Herausforderungen. Residenzprogramme dienen als Experimentalräume, in denen die Teilnehmer*innen mutierende Prozesse beobachten, analysieren und hinterfragen. Durch die Linse der Mutationen können wir diese Prozesse von Grund auf neu bewerten und neue Verbindungen knüpfen. Wie können wir in Zeiten eines tiefgreifenden gesellschaftspolitischen und ökologischen Wandels über Mutationen nachdenken? Wie können wir die Vielfalt und Vielfältigkeit, die den Mutationen innewohnt, entfesseln? Was bedeutet »Mutation« im Beziehungsgeflecht von künstlerischer, sozialer und planetarischer Arbeit? In diesem Sinne dient »Mutationen« als Thema, das sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch aus ineinandergreifenden Blickwinkeln untersucht werden kann. Die Gruppe der sieben ausgewählten Fellows wird das Thema über einen Zeitraum von neun Monaten gemeinsam bearbeiten. Durch monatlich stattfindende Labs gestalten sie das interne Programm der Akademie mit und beteiligen sich auch an öffentlichen Veranstaltungen. Während ihres gesamten Aufenthalts werden die Fellows von Mentor*innen begleitet.

»Mutationen« ist eine Kooperation der Akademie Schloss Solitude und der KfW Stiftung zur Förderung des transdisziplinären und transkulturellen Dialogs zwischen Kunst und Wissenschaft. Durch die Einladung von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kreativen aus allen Bereichen zu einem zielgerichteten Gruppengespräch innerhalb eines vorgegebenen thematischen Rahmens fördert das 9-monatige Programm die kritische Reflexion und künstlerische Produktion sowie den Austausch über Disziplinen hinweg.

Daniela Leykam
Programmleitung Kunst & Kultur