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    Der KfW-Bernhard-Grzimek-Preis 2019 wurde am 18. September verliehen.

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    Die Verleihung des KfW-Bernhard-Grzimek-Preises 2019 fand im Gesellschaftshaus im Palmengarten in Frankfurt am Main statt.

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    Eine Vielzahl an Gästen aus ganz Deutschland kam zu der Veranstaltung in Frankfurt.

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    Moderation Bärbel Schäfer führte wie bereits im Vorjahr durch den Abend.

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    Podiumsdiskussion „Ozeane am Limit“ mit Dr. Ina Knobloch, Frank Schweikert und Dr. Ursula Hudson, moderiert von Bärbel Schäfer.

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    Andreas Kieling überreicht den Preis an Angelique Songco.

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    Preisträgerin Angelique Songco, Leiterin des UNESCO Weltnaturerbes Tubbataha Reefs Natural Park in der philippinischen Sulusee.

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    v.l.n.r.: Bärbel Schäfer, Andreas Kieling, Rosemarie Heilig, Prof. Dr. Joachim Nagel, Angelique Songco, Dr. Ina Knobloch, Dr. Ursula Hudson, Frank Schweikert, Christian Grzimek

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„Mama Ranger“ erhielt den mit 50.000 EUR dotierten KfW-Bernhard-Grzimek-Preis

Die philippinische Naturschützerin Angelique Songco wurde für ihr herausragendes Engagement und zukunftsweisendes Management im Tubbataha Reefs Natural Park ausgezeichnet.

Über 360 verschiedene Korallenarten, rund 600 Fischarten, acht Meeressäugetiere, etwa 100 Seevogelarten sowie zahlreiche Algen und Seegräser machen das Tubbataha Riff zu einer der artenreichsten Regionen der Welt. Dass dieser sagenhafte Naturschatz bis heute erhalten geblieben ist, und nicht das tragische Schicksal vieler anderer überfischter und absterbender Korallenriffe teilt, ist maßgeblich der engagierten Arbeit der Preisträgerin zu verdanken. Zwar ist die Region bereits 1988 von der philippinischen Regierung zum Naturschutzgebiet erklärt worden und trägt seit 1993 zusätzlich den Titel einer UNESCO Weltnaturerbestätte. Doch die illegale Fischerei und der Tourismus hatten dem empfindlichen Ökosystem weiterhin stark zu gesetzt. Songco, die den Park seit 2001 leitet, setzt in ihrer innovativen und leidenschaftlichen Strategie vor allem auf intensive Bildungs- und persönliche Überzeugungsarbeit. So erreichte sie bei der lokalen Bevölkerung ein neues Verständnis für den Umweltschutz und damit größere Achtsamkeit gegenüber dem Meeresschutzgebiet. Schwerpunkt ihrer Arbeit mit der lokalen Bevölkerung ist es zu vermitteln, dass nur erhöhte Schutzanstrengungen Hand in Hand mit der Erwirtschaftung einer Lebensgrundlage gehen können – zentrale Voraussetzung für die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort. Umsichtiger Tourismus und eine nachhaltige Fischerei dienen sowohl der Region als auch dem Park inzwischen als verlässliche Einkommensquelle.

Angelique Songco sagte: „Mir ist wichtig, den Menschen zu erklären, dass die Ozeane nicht unendlich sind. Dass sie all den Müll, den wir Menschen verursachen, nicht aufnehmen können. Und dass es, wenn wir so weitermachen, bald keinen Fisch mehr gibt, den wir fangen können. Erst wenn die Menschen die Meere verstehen, fangen sie auch an, sie sorgfältiger zu behandeln.“

Nicht zuletzt aufgrund ihrer empathischen und fürsorglichen Art wird die 58-Jährige von ihrem Team und der lokalen Bevölkerung liebevoll „Mama Ranger“ genannt: „Klima und Umweltschutz braucht eine sensibilisierte Wahrnehmung und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Deshalb zeichnet der KfW-Bernhard-Grzimek-Preis charismatische Persönlichkeiten aus, die ökologische Problemstellungen mit ökonomischen Notwendigkeiten ausgleichen und somit eine win-win-Situation schaffen, beispielgebend sind und zur Nachahmung anregen“ betonte Dr. Lutz-Christian Funke, Vorstand der KfW Stiftung.